Die Touri-Tour #1: Mama Bavaria

Liebe Heimat,

erst einmal einen Überblick verschaffen! Das war die Prämisse für unsere erste Touri-Tour in heimischen Gefilden. Und wie könnte das in der Landeshauptstadt besser gehen als im Kopf der Bavaria!

Eigentlich war es der Plan erst nach dem Aufstieg im Hohlkörper des bronzenen Wunderwerks zur verdienten Brotzeit in einen nahegelegenen Biergarten einzukehren. Doch ein leichtes Grummeln im Magen und der durch erste Sonnenstrahlen ausgelöste latente Bierdurst änderten diesen schnell. In diesem Sinne schon einmal PROST!

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Dannach erklommen wir bei perfektem Wetter die nahezu unzähligen Stufen. Was zu Beginn eine willkommene Abkühlung zu den schon recht hitzigen Frühjahrstemperaturen war, entwicklete sich mit jedem Schritt mehr und mehr zu einer 18 Meter hohen Sauna. Im Kopf oben angekommen, wurde auch schnell klar, warum immer nur vier Personen auf einmal die weltliche Patronin Bayerns „besteigen“ durften. Selbst das war schon kuschlig und die Gucklöcher waren mehr Luftlöcher, um das Überleben zu sichern:

 

Hier noch ein paar Fakten zur Bavaria: „Als eines der Wahrzeichen Münchens ist sie ein beliebtes Fotomotiv und ein Treffpunkt für Touristen. Sie wurde zwischen 1843 und 1850 vom Münchner Künstler Ludwig Schwanthaler im Auftrag Ludwigs I. entworfen und aus Bronze gegossen – eine technische Meisterleistung.“ Weitere Informationen (zum Beispiel wie viel eine Tour in den Kopf kostet) gibt es unter http://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/orte/120453.html

 

Hinter der Bavaria steht die Ruhmeshalle. Der Kolossalbau beheimatet Büsten bedeutender Bayern wie etwa von Schriftsteller Ludwig Thoma, Komponist Carl Orff oder Maler Albrecht Dürer.

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Ich verbleibe mit bayerisch-historischen Grüßen

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Einen Saunagang in Ehren, kann keiner verwehren!

Zu Gast in einem Wellnesshotel, das sehr abgeschieden und nur fast am Jadebusen liegt, habe ich gelernt… (es folgt eine Bildergeschichte)

…dass sich ein 10 Kilometer-Fußmarsch, der zu fast 50% geradlinig auf dem Radweg entlang einer Bundesstraße verläuft, sehr langwierig und frustrierend sein kann – vor allem wenn sich das Meer dann hinter dem Watt versteckt und der regennasse Strand nahtlos darin übergeht, sämtliche Strandkörbe bereits eingewintert sind und Nebel / Nieselregen die komplette Sicht trübt!

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…dass manche Situationen nur ein gutes Krabbenbrötchen retten kann!

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…dass man am nächsten Morgen am Frühstücksbuffet sehr wohl die Saunagänge der Vortag Revue passieren lässt (z.B. „Der alte Mann der kein Handtuch unterlegt“ oder „der Angeber, der 25 min in der 90 Grad Sauna aussitzt und damit anderen die begehrten Plätze in den unteren Reihen versperrt, welche sich deshalb wiederum in den oberen Rängen fast die Knie verbrennen“)

–> aus Gründen der Diskretion sind an dieser Stelle selbstverständlich keine Bilder zu sehen! (Ich bitte um Verständnis – es ist wirklich besser so!)

…dass es den drei heiligen Bs– Bett, Bademantel & Burger – zu huldigen gilt!

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…dass ein begehbarer Kleiderschrank mit automatischem Licht äußerst praktisch ist.

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…dass aber ein Doppelbett bestehend aus zwei Einzelbetten auf glattem Boden / Untergrund sehr unpraktisch ist!

…dass Kühe unfassbar laut Gras essen!

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…dass nur weil Siri das sagt eine Tür durch eine Schutzwand, welche mit einem gelben Blitz und den Worten „Achtung Lebensgefahr – Bahnbetrieb“ gekennzeichnet ist, nicht zwangsläufig auch durchschritten werden sollte  🙂

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…dass die sogenannte „Bumskopf-Semmel“ aka Schokokuss-Brötchen an jedes gut sortierte Frühstücksbuffet gehört!

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Moin, moin!

Liebe Heimat,

unsere Reise in den hohen Norden führte uns erst einmal zu den Fischköppen nach Hamburg. Für umgerechnet nen Appel und n’Ei brachte uns der damit äußerst kostengünstige ICE des Nächtens in die wunderbare Hansestadt an der Elbe. Günstig nahe der berüchtigten Reeperbahn gelegen, ähnelte das Hotel wie so vieles in Hamburg einem Schiff mit Bullauge, Kajüte & Co.

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Nach einer Mütze voll Schlaf machte wir uns mit Hunger und dem Wunsch in Wassernähe morgendlich zu speisen auf gen Hafen. Da außer dem „Eier Karl“ (der von uns liebevoll auch Eier Charlie genannt wurde) und dem Hard Rock Cafe nichts gastronomisches gefunden werden konnte, der Fischmarkt außer sonntags nur ein nach Pisse stinkender Stellplatz für Wohnmobile ist und auch ein Ausflug durch den „Alten Elbtunnel“ nicht den gewünschten Erfolg brachten, stiegen wir kurzer Hand gleich stilecht mit Backfisch und einem frisch Gezapften ein.

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Der anschließenden Fußbegehung des Zentrums (laut Aktivitätstracker haben wir immerhin rund 10,81 Kilometer zurückgelegt) folgte eine Schipperfahrt über die Binnen- und Außenalster. Der eher mäßig motivierte Kapitän und Reiseführer – welcher nach eigenen Angaben dazu auch noch mit einer schlimmen Erkältung zu kämpfen hatte – tat mit seinen Stimmungsschwankungen sowohl gemütstechnischer Art als auch in der Betonung seiner Ausführungen sein Übriges dazu um den besonderen Hamburger Flair zu vermitteln.

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Eine Runde Heißgetränke und einem erbitterten Kniffelmatch im Thämer’s später ging es mit dem festen Vorsatz nach einem kurzen Power-Nap den Kiez unsicher zu machen zurück ins Hotel. Der Ausflug wurde dann allerdings aufgrund der Annahme, dass montags wohl nicht der sprichwörtliche Teufel los sein wird, auf den nächsten Abend verschoben. In der Konsequenz dienten uns daher die von der Anreise noch übriggebliebenen Weingummis als ausgewogenes Abendmahl!

Dafür sehr zu empfehlen war aber das durch die morgendliche Internetrecherche entdeckte Kaffee Stark in der Nachbarschaft. Sehr köstlich, reichlich und geschmacklich mal was anderes auf dem Frühstücks-/Brunchtisch. Neben Currypaste, Erdnussbutter, Honig-Feigen-Senf & Co gilt es besonders den gräulich anmutenden Aufstrich hervorzuheben, der uns auf Nachfrage als veganer Aufstrich nach Art „Pfälzer Leberwurst“ vorgestellt wurde. Laut Koch freut sich ein Veganer wohl nicht unbedingt über den recht authentischen Leberwurst-Geschmack, aber er fände ihn legger 😉

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Frisch gestärkt mieteten wir uns auf einen sogenannten Hop-on-hop-off-Bus ein, um Hamburg noch einmal professionell begleitet zu erkunden. Zugegebenermaßen machten wir von dem hop-on-hop-off-Angebot eher spärlich Gebrauch und ließen uns vielmehr bequem durch die Straßen shutteln.

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Lediglich als wir am Ende an den Landungsbrücken ausstiegen hoppten wir von Fischbrötchen-Stand zu Fischbrötchen-Stand zurück zur finalen Fischbrötchen-Station beim bereits erwähnten Eier-Charlie. Persönlicher Tipp: Fischbude auf dem Parkplatz vor dem Alten Elbtunnel!

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Perfekt eingestimmt mit dem James-Bond-Klassiker „Der Morgen stirbt nie“ ging es dann abends passenderweise zur Einkehr in die polnische Gaststätte „Bei Teresa“. Es galt die von einer Vielzahl von Vorbesuchern angepriesenen Bratkartoffeln zu testen… Wie der Abend dann auf der Reeperbahn weiterging vermag kein Mensch zu sagen:

a) Im absoluten Kartoffeldelirium sind wir Bei Teresa versackt!
b) Nach einer durchzechten Nacht hängt nun ein Ehrenbild in „St. Paulis Eck“!
c) Eine anfliegende Erkältung trieb uns zurück in die Federn!
d) Das leichte Mädchen Helena erzählte uns ihre Lebensgeschichte, worauf ich erneut die EMMA Petition gegen Prostitution unterzeichnen wollte!

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…Und so war die Zeit in Hamburg auch schon wieder schneller rum als einer „Moin, moin!“ um acht Uhr abends sagen kann. Mit Astra-Bier, Käse, Brot & Mentos im Gepäck, zogen wir am nächsten Morgen aus um das Faulenzen zu lernen!

Ich verbleibe mit fischigen Grüßen

„Wie weit ist es noch?“ – Frankenwald Wandermarathon 2015

Liebe Heimat,

soweit die Füße tragen – das war mein persönliches Leitmotto beim diesjährigen Frankenwald Wandermarathon. Wie es sich vom Namen unschwer ableiten lässt, hat dieses Event vermutlich etwas mit einer Strecke von rund 42 Kilometern und Wandern zu tun. Jedes Jahr baldowern hierzu einige Marschier-Wahnsinnige des dortigen Tourismus-Verbandes eine neue Tour aus und schicken dann 500 andere Wahnsinnige durch Wald und Wiesen bis sie abends wieder völlig erledigt – aber glücklich und stolz, wie die Teilnehmer nicht müde werden zu betonen – pünktlich zum Essen im Ziel zurück sind. Das ausgesprochen vorzügliche kulinarische Angebot, anfangen beim reichhaltigen Frühstücksbuffet am Morgen über die zahlreichen Versorgungsstationen unterwegs bis hin zum Abendessen, dass keine Wünsche offen lässt und die berühmte Qual der Wahl hervorruft, ist für Viele fast schon die Hauptmotivation den ganzen Zirkus überhaupt mitzumachen. Ich für meinen Teil stand auf jeden Fall pünktlich um 7 Uhr zum Start-Kanonen-Schuss in der ersten Reihe und stürmte aufs gerade Wohl in die von der Sonne geküsste, kitschig-schöne Morgenlandschaft des Frankenwaldes.

Hier noch eine Aufnahme aus den ersten Stunden – ich bitte um Verständnis, dass außer an verschiedenen Aktionsstationen keine weiteren Fotos von mir zu sehen sein werden!

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Bald schon wurde eine gewisse Biegsamkeit von mir verlangt, um mich unter dem „eben erst gefällten Baum“ hindurch zu winden, das behauptete zu mindeste der sogenannte Opferpfälzer-Baumschupser… meines Erachtens ginge dieser ebenso als Onkel des Rumpelstilzchens durch (also nicht sein richtiger Onkel, nur ein enger Freund der Familie, den aber alle Onkel Gust nennen).

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Für den etwas steileren Anstieg wurden dann keine Kosten und Mühen gescheut und eigens das Trommel-Dream-Team aus dem Nachbarort eingeflogen. Mit flotten Rhythmen und lautem Wirbel peitschten die Klänge mich nach vorne – vielen Dank!

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Ein Schuss ein Treffer, ein Schuss ein Treffer, ein Schuss kein Treffer, ein Schuss ein Treffer, ein Schuss kein Treffer – macht Summa Samarium 3 aus 5 und laut Aussage des Biathlon-Experten am Stand ist das stehend geschossen „STARK“! Wäre dieses Gewehr nicht so schwer und könnte ich über mehrere Kilometer hinweg ein weltspitzen Tempo beim Langlaufen halten, würde ich doch glatt nach der Nummer von Gerald Hönig fragen.

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Trotz sämtlicher Bemühungen die Wanderer unterwegs mit Verköstigungen und Aktionen von der Landschaft abzulenken, ist es mir doch gelungen einige Schnappschüsse einzufangen… Es folgen Impressionen aus dem Frankenwald:

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Ach ja – und nicht zu vergessen sind natürlich die berühmt berüchtigten Frankenwald-Weiber. Mit wildem Gesang, verrückt-kuriosen Instrumenten und vor allem viel Kräuter-Schnaps, Gogummera und Werscht lockten sie uns sorglose Wanderer in ihre Fänge. Einige treuen Seelen kehrten erst spät des Abends zum allgemeinen Treffpunkt zurück – die Frankenwald-Weiber und feucht-fröhliche Stimmung mit im Gepäck!

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Weitere Informationen gibt es auch unter www.frankenwald-wandermarathon.de/rueckblick-wm-2015.html

 

Ich verbleibe mit plattfüßige, aber weitestgehend von Blasen-verschonten Grüße

 

Über die Wander- und Urlaubsregion Frankenwald

Bekannt als die „Grüne Krone“ Bayerns besticht der Frankenwald abseits des Massentourismus durch seine authentische Ursprünglichkeit. Die Naturregion im Norden des Freistaats begeistert Erholungssuchende, Wanderer, Radfahrer und Genussurlauber. Über 4.200 Kilometer bestens gepflegte Wanderwege, ein dichtes Radwegenetz oder abenteuerliche Floßfahrten und Bewegung im Schnee locken Outdoorfans in die Natur des „fränkischen Alaskas“. Veranstaltungs-Highlight ist der jährliche Wandermarathon mit rund 500 Teilnehmern, der bereits Kultstatus erlangt hat. Liebhaber der bodenständigen Küche erwartet in der Genussregion Oberfranken mit der nachweislich größten Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt neben Bier, Bratwurst und Pralinen auch beispielsweise das zarte „Frankenwälder Zicklein“ als Spezialität. Mit der einzigartigen Heilmittelkombination aus Radon, Moor und Kohlensäure im Bayerischen Staatsbad Bad Steben und regionaltypischen Anwendungen verwöhnen Besucher hier Körper, Geist und Seele. Kultur-historische Höhepunkte sind die zahlreichen Feste und Veranstaltungen in und um die jahrhundertealten Burgen und Schlösser. Ehemals als der „Kleiderschrank der Welt“ betitelt, blickt der Frankenwald neben der Flößerei auf eine lange Tradition des Klöppelns und der Weberei zurück. www.frankenwald-tourismus.de