Einen Saunagang in Ehren, kann keiner verwehren!

Zu Gast in einem Wellnesshotel, das sehr abgeschieden und nur fast am Jadebusen liegt, habe ich gelernt… (es folgt eine Bildergeschichte)

…dass sich ein 10 Kilometer-Fußmarsch, der zu fast 50% geradlinig auf dem Radweg entlang einer Bundesstraße verläuft, sehr langwierig und frustrierend sein kann – vor allem wenn sich das Meer dann hinter dem Watt versteckt und der regennasse Strand nahtlos darin übergeht, sämtliche Strandkörbe bereits eingewintert sind und Nebel / Nieselregen die komplette Sicht trübt!

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…dass manche Situationen nur ein gutes Krabbenbrötchen retten kann!

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…dass man am nächsten Morgen am Frühstücksbuffet sehr wohl die Saunagänge der Vortag Revue passieren lässt (z.B. „Der alte Mann der kein Handtuch unterlegt“ oder „der Angeber, der 25 min in der 90 Grad Sauna aussitzt und damit anderen die begehrten Plätze in den unteren Reihen versperrt, welche sich deshalb wiederum in den oberen Rängen fast die Knie verbrennen“)

–> aus Gründen der Diskretion sind an dieser Stelle selbstverständlich keine Bilder zu sehen! (Ich bitte um Verständnis – es ist wirklich besser so!)

…dass es den drei heiligen Bs– Bett, Bademantel & Burger – zu huldigen gilt!

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…dass ein begehbarer Kleiderschrank mit automatischem Licht äußerst praktisch ist.

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…dass aber ein Doppelbett bestehend aus zwei Einzelbetten auf glattem Boden / Untergrund sehr unpraktisch ist!

…dass Kühe unfassbar laut Gras essen!

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…dass nur weil Siri das sagt eine Tür durch eine Schutzwand, welche mit einem gelben Blitz und den Worten „Achtung Lebensgefahr – Bahnbetrieb“ gekennzeichnet ist, nicht zwangsläufig auch durchschritten werden sollte  🙂

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…dass die sogenannte „Bumskopf-Semmel“ aka Schokokuss-Brötchen an jedes gut sortierte Frühstücksbuffet gehört!

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Unterwegs im wunderschönen Prag habe ich gelernt, dass…

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…ein richtig gut gezapftes Bier jeder Zeit den Amarettini-Schaum-Härtetest bestehen würde.

…es die Speisekarte mit den günstigen Mittagsangeboten NUR aus tschechisch gibt!

…Bierkäse die tschechische Antwort auf den bayerischen „Obazdn“ ist und erst fertig gemischt ist, wenn die Gabel verbogen ist.

…sich hinter jeder Tür – ganz gleich wie unscheinbar, heruntergekommen oder klein –ein wahres Wunder des Bierkonsums verbergen kann.

…es tunlichst unterlassen werden sollte sich in einer klassischen „pivnice“ (Bierstube) an den Stammtisch zu setzen!

…die Getränkebezeichnung „Heiße Schokolade“ im Café Louvre SEHR wörtlich genommen wird.

…Feuer-Jongleure eine beliebte Show-Einlage in tschechischen Kneipen ist.

…sich ein vermeintlich kleiner gastronomischer Betreib in ein unterirdisches Felsenlabyrinth verwandeln kann – und das nicht selten.

…das die Liebe zu 80er- und 90er Jahre Musik beim Ausgehen beinahe ungebremst ist!

…auch ein Cocktail, dessen Rezeptur ein rohes Eigelb enthält, durchaus sehr munden kann.

…man sehr viele Toiletten in Cafés, Bar, Kneipen und Clubs nicht absperren kann und es eine gewisse Akrobatik erfordert um die Tür dennoch zu „verriegeln“.

…das „Prager Jesulein“ einen bessersortierten Kleiderschrank hat, als so manche Modeblogger.

…jeder freie Quadratmeter zu möglichst vielen Anlässen mit Standbuden besetzt wird.

…Touri-Ramschladen und überlaute Elektro-Dance-Club Musik ein untrennbares Gefüge ist.

…das einzig wirklich Gefährliche in der Stadt japanische Reisegruppen mit Regenschirmen und bunten Fähnchen sind.

…man Neujahrsgrüße kurz und knackig mit „PF“ abkürzt – was eigentlich für das französische „pour félicité“ steht.

…sollte man es in den öffentlichen Verkehrsmitteln einmal aus Versehen verpassen den eigenen Sitzplatz für ältere Mitbürger oder Schwanger freizumachen, äußerst lautstark von den Mitreisenden aus sein Versäumnis aufmerksam gemacht wird.

…ein Fußballspiel kein Fußballspiel ist, wenn nicht mindestens einmal ein brennender Gegenstand vom Spielfeld entfernt werden muss.

Zatím PRAHA!

Unterwegs auf den südamerikanischen Straßen habe ich gelernt, dass…

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…es nicht immer eine definierte Haltestelle gibt, sondern manchmal lediglich einen gewissen Einstiegsbereich, den der Bus langsam mit geöffneter Tür abfährt.

…dafür die Busfahrer sehr entgegenkommend auf individuelle Einstiegs- und Ausstiegswünsche reagieren.

…jeder der massig vorhandenen Straßenhunde Taxis und Motorräder von Grund auf hasst und ihnen mit äußerster Aggression entgegentritt.

…jeder Überholvorgang mit einem zweifachen Hupen angekündigt wird, was häufig zu einer intensiven Geräuschkulisse führt.

…sich auch ein LINENbusfahrer verfahren kann und dieser dann auch noch beim Wenden in 20 Zügen den nächstgelegenen Mülleimer niederrammt.

…eine Vielzahl an Bus-,Taxi- und Rikschafahrer eine unerklärlich starke Affinität zu Batman haben.

…in Fernbussen das Überschreiten der erlaubten 90 Km/h durch ein penedrates Piepen kundgetan wird, welches noch penedrater wirkt, wenn es sich um einen Nachtbus handelt, es 3 Uhr morgens ist, man selbst eigentlich nur noch schlafen möchte und der Busfahrer konstant die 91 km/h hält!

Auf unserer 2 Tagestour auf und um den Titicaca See haben wir gelernt, dass…

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…es „titicaacaa“ gesprochen wird und NICHT „titicacca“

…es durchaus moeglich ist seine eigene Insel aus Stroh zu bauen.

…der Peruaner per se unfaehig ist auf umgerechnet 10 € herauszugeben – ja sich sogar weigert.

…nur weil irgendwo Internet steht , das auch heisst dass es dort welches gibt.

…die Esel-Population auf der Isla del sol die der Einwohner um ein Vielfaches uebersteigt.

…der Coca-Tee eines scheinbar harmlosen peruanischen Muetterchen einen ganz schoen niederstrecken kann.

…uns trotz Hoehentraining in Cusco die 3.800 Meter wieder schleichen lassen.

Ich weiss ja nicht was Leute normalerweise so alles anstellen, um eines der sieben Weltwunder zu sehen… aber unterwegs zum Machu Picchu haben wir gelernt, dass wir…

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… uns hierfuer auf eine knackige Zwei-Tages-Tour in das quasi hinterletzte Eck Perus begeben.

… im Mini-Bus quer durch saemtliche Vegetationszonen des Landes fahren (inkl. Schneegrenze auf knapp 5.000 Meter).

… stundenlang auf nicht endenwollenden Wegen durch den Dschungel wandern.

… um 4 Uhr morgens in aller Herrgottsfrueh aufstehen um in absoluter Dunkelheit  bzw.  im Morgengrauen die schweisstreibenden, heiligen Stufen zum Machu Picchu zu erklimmen.

… zusaetzliche 400 Hoehenmeter in der gefuehlten Mittagshitze um 10 Uhr vormittags ueberwinden, nur um einen noch besseren Blick auf die alten indianischen Mauern zu erhaschen.

… nichts davon bereuen und uns jetzt bratfertig in den Nachtbus nach Puno schmeissen. Titicaca See wir kommen!

In unseren ersten Stunden in Peru haben wir gelernt, dass…

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… die Androhung mit dem Bus zu fahren den Taxipreis SOFORT auf die Haelfte sinken laesst.

… die Coca-Pflanze gegen die vielgefuerchtete Hoehenkrankheit hilft.

… ein Schaf im Arm die Chance mit Touristen-Bilder Geld zu verdienen um ein Vielfaches steigert.

… eine Ware sehr viele Preise haben kann.

… auch peruanische Eltern das altbewaehrte „Ich-zaehl-bis-drei-Prinzip“ in ihrer Erziehung anwenden.

… tuechtige Ladenbesitzer(innen) dich schneller in ein peruanisches Kostuem stecken koennen, wie man „no gracias“ sagen kann.

Unterwegs in die Anden und in den Anden habe ich heute gelernt, dass…

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… es durchaus möglich ist Häuser aus Press-Span-Platten zu bauen.

… „Collectivos“ (Sammeltaxis mit hop-on-Prinzip) unfassbar praktisch sind.

… auch friedliche Hund ihr Revier verteidigen, wenn man aus dem Unterholz auf ihr Grundstück herausbricht.

… es einen Grund hat, wenn Mitarbeiter einer Touristinformation ohne Umschweife sofort auf den nächsten Ort verweisen.

… U-Bahn fahren Schmink-Tutorials auf youtube ersetzten kann.

Unterwegs im Zentrum und durch die Markthallen der Satdt habe ich heute gelernt, dass…

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… Chilenen nicht Online-Shoppen, sondern reges Bus-Shopping betreiben.

… die Taschen in Chile vorne getragen werden.

… Chilenen siamesische Drillings-Kiwis essen.

… in Chile die Ampelmännchen sprinten können.

… Chilenen Clowns über alles lieben.

… es in chilenische Kirchen Weihwasserspender gibt.

… Chilenen ohne ihr Taschen-Rollwägelchen nirgends hingehen.

… in Chile das Klopapier außerhalb der Toilettenkabine hängt.

… das chilenische Imbiss-Pendant zur Leberkas’Semmel der „Italiano“ ist.