Kurz & knackig durch den Nebelwald

Liebe Heimat,

nach unserer Küstentour ging es an Tag 2  in den Urwald von Madeira. Sattest Grün soweit das Auge reicht. Sofern die Sicht nicht von mächtigen Nebelschwaden versperrt bleibt. Aber hi und da gab es doch einen Lichtblick 🙂

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Da die Auswahl an Rundtouren begrenzt ist, hatten wir uns eine etwas improvisierte Route herausgepickt. (An dieser Stelle schon einmal ein großes Lob an die tschechischen Anbieter von windymaps. Eine hervorragende Sammlung an Kartenmaterial, die uns sicher wieder zurück ans Auto gelotst hat.) Die erste Strecke war wir noch gediegen entlang einer Levada (nicht die letzte in diesem Urlaub) unterwegs. Leicht bergab und flotten Schrittes.

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Dann kam die Kehrtwende: Auf der zweiten Hälfte hieß es bergauf und weiter bergauf! Querfeldein und über Stock & Stein mit ein bisschen Abenteuer-Faktor.

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Kurzum eine sehr empfehlenswerte Tour – nach knapp 3 Stunden waren wir zurück und angemessen durchgeschwitzt. Aber heute waren wir vorbereitet und alle in passender Wanderkleidung unterwegs.

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Hier noch der Link zur Wanderung: http://walkmeguide.com/de/madeira/trail/91/ribeiro-frio-chao-das-feiteiras/

Ich verbleibe mit waldbegeistetern Grüßen

De geaibe Sau!

Liebe Heimat,

an unserem ersten Tag auf Madeira wollten wir es ruhig angehen lassen und für den Anfang den östlichsten Zipfel der Insel erkunden. Naiv gewandet in normaler Alltagskleidung wollte ich den „Spaziergang“ bestreiten. Äußerte sogar noch Zweifel als der zweite Teil unserer sehr exklusiven Reisegruppe doch tatsächlich „Funktionswäsche“ und Wanderschuhe anlegte. Aber nun gut – jeder so wie er meint.

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Am Startpunkt angekommen, sahen wir schon im 50 Meter Abstand die Wanderpärchen auf dem mit Teakholz ausgebauten Wanderweg vor uns herlaufen. Nach einer ersten Ernüchterung, dass wir überraschenderweise nicht die einzigen waren, die auf die Idee gekommen sind einer der TOP Wanderwege auf Madeira zu beschreiten, merkten wir schnell, dass wir noch ganz andere Herausforderungen zu bestreiten hatten. Bereits nach wenigen Schritten wurde uns klar, dass wir die Sonne und die damit einhergehenden Temperaturen vollkommen unterschätzt hatten. Schon bald stand uns der Schweiß auf der Stirn, der sich im Laufe der Zeit in Sturzbäche verwandeln sollte. Einzig der an manchen ungeschützteren Stellen aufbrausende Atlantikwind und kurze Verschnaufspausen, die uns die wenigen Schleierwolken gewährten, schafften etwas Abhilfe.

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Auch der Weg sollte nicht lange dieser gemütliche Spaziergang bleiben. Schnell wurde uns klar, dass uns hier ein fröhliches auf und ab entlang der Klippen erwartete. Zwar immer schön auf sicheren Pfaden, aber keineswegs auf sehr ebenen. Insgesamt 133 Stockwerke sollte es für uns an diesem Tag aufwärts gehen und die anfängliche „Gruppentour“ verwandelte sich in einen individuelle Herausforderung, bei der die anderen Teilnehmern allmählich zu reinen Referenz-, Motivations- und Demotivationsobjekten degradiert wurden. Und trotz der Anstregung – oder gerade deshalb – blieb uns ausreichend Zeit für Fotostops:

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Ganz oben angekommen blickten wir auf das östliche Ende der Insel und feierten den Aufstieg gebührend mit einem Keks nach Prinzenrolle Art.

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Ich verbleibe mit an Schottland-erinnerten Wandergefühlen!