Schiffe verstecken am Loch Lomond

Liebe Heimat,

es ist unser erster Tag im wunderschönen Schottland. Nachdem es anfänglich mit gemischten Gefühlen die „falsche Straßenseite“ entlang ging, haben wir uns wacker bis nach Balloch am Loch Lomond durchgeschlagen. Von hier aus wollten wir mit dem Schiff übersetzten und ein Stück auf dem berühmten West Highland Way wandern – soweit, so der Plan. Nur blöd, wenn einem das freundliche Personal dann am Ticketverkauf mitteilt, dass es eine solche Tour hier nicht gäbe (zumindest war das die Quintessenz, die wir uns aus den wenigen Brocken, die wir verstanden hatten, zusammengereimt hatten). Zurück im Hotel verschaffte ein verwirrter Blick in den Reiseführer Klarheit: Wir waren am falschen Hafen.

Nun gut, dann also keine Wanderung. Dafür hatten wir uns nun aus dem Flyer, den uns die nette Lady mitgegeben hatte, die zweistündige „Island Explorer Tour“ herausgepickt. Nächste und letzte Fahrt 15.00 Uhr – wir also pünktlich wieder ab Richtung Hafen, nur um dort ein völlig verwaistes Verkaufshäuschen vorzufinden. 14.45 Uhr und keine Lady weit und breit in Sicht. Auch die Auskünfte des benachbarten Speedboat-Verleihs gaben keine rechten Aufschlüsse. (Er meine nicht, dass heute noch ein Schiff hier ablegen würde oder würden wir hier eines sehen. Wir sollen doch um 3 noch einmal kommen.) Aber sein Ton verriet schon, dass wir uns nicht allzu großes Hoffnungen zu machen sollten.

Also machten wir uns auf zumindest den alten Raddampfer der vor Anker lag zu besichtigen. Spannend geht anders… Es entging uns allerdings nicht, dass es scheinbar neben der Hafenbucht einen weiteren Kanal gab in dem kleine Boote und Schiffe anlegten. Nach einer kleinen Erkundungstour mussten wir leider feststellen, dass es sich hierbei um rein private Stege handelte, die mit entsprechenden Schutzvorrichtungen abgesperrt waren. Endgültig entmutig tapsten wir durch den anliegenden Park. Bis wir plötzlich durch die Bäume ein entsprechend großes Ausflugsschiff erspähten – eben genau solch eines wie wir es auch schon auf dem Flyer gesehen hatten. Zu Fuß nahmen wir die Verfolgung auf. Vorbei an den privaten Stegen passierten wir eine verschlossene Tür nach der anderen – die Schiffsfahnen zwischen den Baumwipfeln immer fest im Blick bis wir endlich fast zeitgleich an eine große Anlegestelle ankamen – inkl. Tickethäuschen! Mit unseren tatsächlichen Last-Minute-Karten betraten wir gerade noch so das Schiff und ab ging es! Natürlich war es längst nach 15 Uhr und so konnten wir nur noch an der einstündigen Schnupper-Tour mitfahren, aber das war in Ordnung! Der Triumph überhaupt noch auf das Deck eines Schiffes zu kommen war und Lohn genug!

 

 

Und wie sollte man einen solchen Nachmittag besser abschließen, als mit einem ordentlichen Fish & Chips Teller und einem (oder auch zwei) Pint Strongbow!

 


Ich verbleibe mit Ahoi!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s