Up & down in San Francisco

Liebe Heimat,

es stellt sich nun die Frage – wie lässt sich San Francisco am besten beschreiben. Ich versuche es einmal so: an jeder Ecke befindet sich ein Foodtruck mit anderen Leckereien, ganze Straßenabschnitte werden für den Außenbereich eines Cafés gesperrt, auf der Marketstreet steht aller 300 Meter ein Flügel dem Fremde und Straßenmusiker entzückende Töne entlocken, und auf der Straße kommen einem Ein-, Zwei-, Drei- und Vier-Räder der besonderen Sorte entgegen – dazwischen tummeln sich viele „busy“ Menschen mit Notebooks, To-Go-Kaffeebechern und ihren Eintrittskarten fürs Büro um den Hals.

Das Erlebnis des bunten Treibens wird allerdings etwas geschmälert durch den latenten Geruch nach Pisse und Hintern, der einem immer wieder um die Nase weht, und dem massiven Verkehrsaufkommen. Public Parking-Slots gleichen hier einer Goldgrube. Unterwegs treffen / hören wir so viel Deutsche, dass wir beschließen uns zwischenzeitlich als Österreicher auszugeben 😀. Erstes Tageshighlight: Das Frühstück! Endlich kein in Butter gebadetes Ei mit einem ebenso fettigen Toast, sondern ein FRISCHES Früchte-Müsli. Mmhhhh!

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Die Hügelstadt macht ihrem Namen alle Ehren – auch mit der Orientierung tuen wir uns etwas schwer. Kaum glaubt man zu wissen, wo es lang geht, schlägt San Francisco zu und man steht wieder am Meer 🙂 aber das kommt mir ganz entgegen, denn hier gefällt es mir am besten.

Nachdem wir an Tag zwei nun auch des System der Straßenbeschilderung durchschaut haben, sind wir zuversichtlich uns nicht mehr so oft zu verlaufen. Natürlich darf bei einem Besuch in San Francisco eine Fahrt mit den historischen Cabel Cars nicht fehlen. Da sind wir allerdings nicht die einzigen, aber nach einem „kurzen“ Anstehen in der prallen Mittagshitze (von dem nebligen San Francisco haben wir zum Glück noch nicht so viel gesehen 🙂 ) geht’s up & down durch die Straßen der Stadt.

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Eigentlich wollten wir auch noch ein Militärsschiff besichtigen, das im Zuge der Fleet Week vor Anker lag. Doch wir mussten Bekanntschaft mit der Idiotie von US-Vorschriftenreiterei machen. Dank der Fleet Week versüßten uns die Düsenjets der Navy, die buchstäblich als Wolkenkratzer den ganzen Nachmittag über den Himmel schossen, akustisch die weitere Stadttour.

Dafür gab es leckere Asia-Kost mitten in Chinatown und einen wunderbaren Blick auf die Bay als Belohnung.

An Tag drei sollte es dann eigentlich noch mit dem Radl zum Goldgate Park und über die Brücke gehen, aber daraus wurde leider nichts. Stattdessen verbrachten wir die Zeit am Telefon mit der Polizei und der Autovermietung, nachdem unser Mietwagen in der Nacht aufgebrochen wurde.

Aber wir können Entwarnung geben: Nichts wurde gestohlen – auch das Navi im Handschuhfach nicht – und den Rucksack mit den Konferenzunterlagen und -geschenken hat ein ehrlicher Mensch namens Ted gefunden, uns ausfindig gemacht und zurückgebracht. Die Lust an San Franciso war uns dann aber vergangen und so suchten wir im neuen Mietwagen, den wir uns enttäuscht haben Zuflucht im „safe haven“ Santa Cruz.

Ich verbleibe mit küstensehnsüchtigen Grüßen

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