It’s Vegas, baby!

Liebe Heimat,

klotzen statt kleckern – das war unser Motto für Las Vegas. Also rein ins 4-Sterne-Hotelchen und raus auf den berühmt-berüchtigten Strip im feinen Zwirn.

Eigentlich müsste der Bericht hier nun zu Ende sein, denn wie jeder weiß – was in Vegas passiert, bleibt in Vegas.
Aber einen kleinen Schwank möchte ich euch doch erzählen. Unser erstes Ziel war ein Abendessen im Mirage! Vorbei an Hotel-Brunnen so groß wie der Attinger Weiher, Amüsier-Tempel mit den Ausmaßen eines Einkaufszentrums und Leuchtreklamen mit dem Stromverbrauch einer Kleinstadt bahnten wir uns den Weg durch das mit Trinkpalmen bewaffnete Partyvolk. Bereits auf den ersten Metern wird klar – wir hätten uns schon im Hotelzimmer betrinken sollen.

Grölende Junggesellenabschiede in albernen Kostümen und viel zu viel Promille, Frauen, die sich bewusst dafür entschieden haben zu kleine, zu wenig oder gar keine Kleidung zu tragen, und zahlreiche Menschenfänger mit ihren vermeintlichen Sonderangebote stellen unsere Nerven auf die Probe. Und dem nicht genug – statt dem erhofften Buffet-Dinner in gediegner Gesellschaft erwartet uns im Mirage eine hochschockierende Essenz des Vegas-Gesockses. Von irgendeinem Dresscode keine Spur (und wir hatten uns extra in Hemd und Bluse durch die 30°C City gequält). Neben den blanken Busen- und Wampen-Blitzern, glitzer Presswurst-Outfits, Socken-Sandalen-Stylos und Vokuhilas war die unglaubliche Dichte an unglaubliche fetten Menschen, die alles in sich hineinstopften was ihnen auf den Teller kam, am verstörendsten. Mit uns hatten sich noch ein paar andere arme Seelen in den Fresstempel im Cafeteria-Style verlaufen. Zum Glück waren wir nur für den all-inclusive Alkohol da!

 

Angeschickert vom Gratis-Vino fielen nach unserem Mahl über die Einarmigen-Banditen her. Uns so viel sei gesagt: Sie tragen diesen Namen zu Recht. Getarnt mit bunten Blinkelichtern und putzigen Symbolen, entpuppten sie sich als wahre Geld-Vernichtungsmaschinen. Da lief es am Roulett-Tisch schon deutlich besser – zumal die Spieler obendrein auch noch den Alkohol umsonst bekommen 🙂 Da uns der Minimum-Einsatz beim Black Jack dann doch zu hoch war, begnügten wir uns mit ein Spiel auf 21 gegen den Computer am Automaten. Als das letzte (Klein-)Geld verspielt war, ging es zurück in das Kingsize-Bett und eine Vegas-Nacht neigte sich dem Ende zu.

Ich verbleibe mit eine paar-Dollar-ärmeren Grüßen

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