Moin, moin!

Liebe Heimat,

unsere Reise in den hohen Norden führte uns erst einmal zu den Fischköppen nach Hamburg. Für umgerechnet nen Appel und n’Ei brachte uns der damit äußerst kostengünstige ICE des Nächtens in die wunderbare Hansestadt an der Elbe. Günstig nahe der berüchtigten Reeperbahn gelegen, ähnelte das Hotel wie so vieles in Hamburg einem Schiff mit Bullauge, Kajüte & Co.

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Nach einer Mütze voll Schlaf machte wir uns mit Hunger und dem Wunsch in Wassernähe morgendlich zu speisen auf gen Hafen. Da außer dem „Eier Karl“ (der von uns liebevoll auch Eier Charlie genannt wurde) und dem Hard Rock Cafe nichts gastronomisches gefunden werden konnte, der Fischmarkt außer sonntags nur ein nach Pisse stinkender Stellplatz für Wohnmobile ist und auch ein Ausflug durch den „Alten Elbtunnel“ nicht den gewünschten Erfolg brachten, stiegen wir kurzer Hand gleich stilecht mit Backfisch und einem frisch Gezapften ein.

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Der anschließenden Fußbegehung des Zentrums (laut Aktivitätstracker haben wir immerhin rund 10,81 Kilometer zurückgelegt) folgte eine Schipperfahrt über die Binnen- und Außenalster. Der eher mäßig motivierte Kapitän und Reiseführer – welcher nach eigenen Angaben dazu auch noch mit einer schlimmen Erkältung zu kämpfen hatte – tat mit seinen Stimmungsschwankungen sowohl gemütstechnischer Art als auch in der Betonung seiner Ausführungen sein Übriges dazu um den besonderen Hamburger Flair zu vermitteln.

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Eine Runde Heißgetränke und einem erbitterten Kniffelmatch im Thämer’s später ging es mit dem festen Vorsatz nach einem kurzen Power-Nap den Kiez unsicher zu machen zurück ins Hotel. Der Ausflug wurde dann allerdings aufgrund der Annahme, dass montags wohl nicht der sprichwörtliche Teufel los sein wird, auf den nächsten Abend verschoben. In der Konsequenz dienten uns daher die von der Anreise noch übriggebliebenen Weingummis als ausgewogenes Abendmahl!

Dafür sehr zu empfehlen war aber das durch die morgendliche Internetrecherche entdeckte Kaffee Stark in der Nachbarschaft. Sehr köstlich, reichlich und geschmacklich mal was anderes auf dem Frühstücks-/Brunchtisch. Neben Currypaste, Erdnussbutter, Honig-Feigen-Senf & Co gilt es besonders den gräulich anmutenden Aufstrich hervorzuheben, der uns auf Nachfrage als veganer Aufstrich nach Art „Pfälzer Leberwurst“ vorgestellt wurde. Laut Koch freut sich ein Veganer wohl nicht unbedingt über den recht authentischen Leberwurst-Geschmack, aber er fände ihn legger 😉

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Frisch gestärkt mieteten wir uns auf einen sogenannten Hop-on-hop-off-Bus ein, um Hamburg noch einmal professionell begleitet zu erkunden. Zugegebenermaßen machten wir von dem hop-on-hop-off-Angebot eher spärlich Gebrauch und ließen uns vielmehr bequem durch die Straßen shutteln.

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Lediglich als wir am Ende an den Landungsbrücken ausstiegen hoppten wir von Fischbrötchen-Stand zu Fischbrötchen-Stand zurück zur finalen Fischbrötchen-Station beim bereits erwähnten Eier-Charlie. Persönlicher Tipp: Fischbude auf dem Parkplatz vor dem Alten Elbtunnel!

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Perfekt eingestimmt mit dem James-Bond-Klassiker „Der Morgen stirbt nie“ ging es dann abends passenderweise zur Einkehr in die polnische Gaststätte „Bei Teresa“. Es galt die von einer Vielzahl von Vorbesuchern angepriesenen Bratkartoffeln zu testen… Wie der Abend dann auf der Reeperbahn weiterging vermag kein Mensch zu sagen:

a) Im absoluten Kartoffeldelirium sind wir Bei Teresa versackt!
b) Nach einer durchzechten Nacht hängt nun ein Ehrenbild in „St. Paulis Eck“!
c) Eine anfliegende Erkältung trieb uns zurück in die Federn!
d) Das leichte Mädchen Helena erzählte uns ihre Lebensgeschichte, worauf ich erneut die EMMA Petition gegen Prostitution unterzeichnen wollte!

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…Und so war die Zeit in Hamburg auch schon wieder schneller rum als einer „Moin, moin!“ um acht Uhr abends sagen kann. Mit Astra-Bier, Käse, Brot & Mentos im Gepäck, zogen wir am nächsten Morgen aus um das Faulenzen zu lernen!

Ich verbleibe mit fischigen Grüßen

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