„Wie weit ist es noch?“ – Frankenwald Wandermarathon 2015

Liebe Heimat,

soweit die Füße tragen – das war mein persönliches Leitmotto beim diesjährigen Frankenwald Wandermarathon. Wie es sich vom Namen unschwer ableiten lässt, hat dieses Event vermutlich etwas mit einer Strecke von rund 42 Kilometern und Wandern zu tun. Jedes Jahr baldowern hierzu einige Marschier-Wahnsinnige des dortigen Tourismus-Verbandes eine neue Tour aus und schicken dann 500 andere Wahnsinnige durch Wald und Wiesen bis sie abends wieder völlig erledigt – aber glücklich und stolz, wie die Teilnehmer nicht müde werden zu betonen – pünktlich zum Essen im Ziel zurück sind. Das ausgesprochen vorzügliche kulinarische Angebot, anfangen beim reichhaltigen Frühstücksbuffet am Morgen über die zahlreichen Versorgungsstationen unterwegs bis hin zum Abendessen, dass keine Wünsche offen lässt und die berühmte Qual der Wahl hervorruft, ist für Viele fast schon die Hauptmotivation den ganzen Zirkus überhaupt mitzumachen. Ich für meinen Teil stand auf jeden Fall pünktlich um 7 Uhr zum Start-Kanonen-Schuss in der ersten Reihe und stürmte aufs gerade Wohl in die von der Sonne geküsste, kitschig-schöne Morgenlandschaft des Frankenwaldes.

Hier noch eine Aufnahme aus den ersten Stunden – ich bitte um Verständnis, dass außer an verschiedenen Aktionsstationen keine weiteren Fotos von mir zu sehen sein werden!

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Bald schon wurde eine gewisse Biegsamkeit von mir verlangt, um mich unter dem „eben erst gefällten Baum“ hindurch zu winden, das behauptete zu mindeste der sogenannte Opferpfälzer-Baumschupser… meines Erachtens ginge dieser ebenso als Onkel des Rumpelstilzchens durch (also nicht sein richtiger Onkel, nur ein enger Freund der Familie, den aber alle Onkel Gust nennen).

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Für den etwas steileren Anstieg wurden dann keine Kosten und Mühen gescheut und eigens das Trommel-Dream-Team aus dem Nachbarort eingeflogen. Mit flotten Rhythmen und lautem Wirbel peitschten die Klänge mich nach vorne – vielen Dank!

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Ein Schuss ein Treffer, ein Schuss ein Treffer, ein Schuss kein Treffer, ein Schuss ein Treffer, ein Schuss kein Treffer – macht Summa Samarium 3 aus 5 und laut Aussage des Biathlon-Experten am Stand ist das stehend geschossen „STARK“! Wäre dieses Gewehr nicht so schwer und könnte ich über mehrere Kilometer hinweg ein weltspitzen Tempo beim Langlaufen halten, würde ich doch glatt nach der Nummer von Gerald Hönig fragen.

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Trotz sämtlicher Bemühungen die Wanderer unterwegs mit Verköstigungen und Aktionen von der Landschaft abzulenken, ist es mir doch gelungen einige Schnappschüsse einzufangen… Es folgen Impressionen aus dem Frankenwald:

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Ach ja – und nicht zu vergessen sind natürlich die berühmt berüchtigten Frankenwald-Weiber. Mit wildem Gesang, verrückt-kuriosen Instrumenten und vor allem viel Kräuter-Schnaps, Gogummera und Werscht lockten sie uns sorglose Wanderer in ihre Fänge. Einige treuen Seelen kehrten erst spät des Abends zum allgemeinen Treffpunkt zurück – die Frankenwald-Weiber und feucht-fröhliche Stimmung mit im Gepäck!

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Weitere Informationen gibt es auch unter www.frankenwald-wandermarathon.de/rueckblick-wm-2015.html

 

Ich verbleibe mit plattfüßige, aber weitestgehend von Blasen-verschonten Grüße

 

Über die Wander- und Urlaubsregion Frankenwald

Bekannt als die „Grüne Krone“ Bayerns besticht der Frankenwald abseits des Massentourismus durch seine authentische Ursprünglichkeit. Die Naturregion im Norden des Freistaats begeistert Erholungssuchende, Wanderer, Radfahrer und Genussurlauber. Über 4.200 Kilometer bestens gepflegte Wanderwege, ein dichtes Radwegenetz oder abenteuerliche Floßfahrten und Bewegung im Schnee locken Outdoorfans in die Natur des „fränkischen Alaskas“. Veranstaltungs-Highlight ist der jährliche Wandermarathon mit rund 500 Teilnehmern, der bereits Kultstatus erlangt hat. Liebhaber der bodenständigen Küche erwartet in der Genussregion Oberfranken mit der nachweislich größten Brauerei-, Bäckerei- und Metzgereidichte der Welt neben Bier, Bratwurst und Pralinen auch beispielsweise das zarte „Frankenwälder Zicklein“ als Spezialität. Mit der einzigartigen Heilmittelkombination aus Radon, Moor und Kohlensäure im Bayerischen Staatsbad Bad Steben und regionaltypischen Anwendungen verwöhnen Besucher hier Körper, Geist und Seele. Kultur-historische Höhepunkte sind die zahlreichen Feste und Veranstaltungen in und um die jahrhundertealten Burgen und Schlösser. Ehemals als der „Kleiderschrank der Welt“ betitelt, blickt der Frankenwald neben der Flößerei auf eine lange Tradition des Klöppelns und der Weberei zurück. www.frankenwald-tourismus.de

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