Ui ui – Cuy, cuy…

Liebe Heimat,

Lima wollte natürlich nicht nur auf die Qualität seiner servierten Meeresfrüchte-Speisen hin unter die Lupe genommen werden. Daher haben wir uns am nächsten Morgen (also eigentlich am Mittag, aber um aufs gefühlte südamerikanische  Zeitlevel zu kommen, sind immer mindestens zwei Stunden von der tatsächlichen Uhrzeit abzuziehen) gleich einmal einer „Free Walking Tour“ angeschlossen.

Also zuerst mit der Metro, die eigentlich ein Bus ist, ab in Richtung Zentrum – pünktlich zur Wachablöse vor dem Präsidenten-Palast. Weniger aus Tradition als viel mehr für die Touristen wird hier ein wahres Brimborium in vier Akten veranstaltet. Musikalisch untermalt mit den Evergreens der Opernszene wie „O Fortuna“ (was besonders mein Herz erwärmte) schreiten die Herren anmutig in einer Art Slowmotion Can-Can über den Platz. (Anbei grafisch hervorgehoben)

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(Anmerkung der Redaktion: der Platz ist nicht immer so leer. Aufgrund einer parallel laufenden Demonstration in nahegelegen Straßenzügen war er allerdings bestens gehütet durch zahlreiche quasi identisch aussehende Policia-Männer und wurde daher nur von Touristen aufgesucht.)

Da es von einer Stadtführung ja immer sehr viel zu erzählen gibt, folgen anschließend einige Bilder:

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(Die Santa Rosa de Lima – passenderweise im dezenten Lachston gehalten – wurde wie der Name schon sagt einer gewissen Rosa gewidmet, deren Gebeine auch im Kircheninneren aufgebahrt sind. Sie hat die Kirche mutig vor „tigers“, „fire“ oder „pirates“ verteidigt. So ganz genau haben wir unseren Guide da nicht verstanden.)

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 (Schöner Platz – möglicherweise auch der Hauptplatz aus der anderen Perspektive)

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(Größte Kirche in Lima)

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(Ich beim etwas missratenen Posing vor der größten Kirche in Lima – und ja das ist eine Jogging-Hose, weshalb wir an diesem Tag desöfteren als Gringas -> Amis bezeichnet wurden)

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(Ausgegrabener Marktplatz)

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(Literaturhaus u.a. mit der Ausstellung des Literaturpreisträgers aus dem Jahre 2010)

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(Markthalle mit etwas unstabilen Bodengittern, die unter uns zwei Prachtfrauen schon gefährlich weit nachgegeben haben.)

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(Chicha – des Peruaners liebstes Maisgetränk, das ich nur für muy dulce halte!)

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(Eine der nicht so schönen Seiten Limas)

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(Auf dem Weg zum San Cristobal – auffällig viele Städte in Südamerika haben einen Berg auf dem eine Art Jesus-Verschnitt wie in Rio de Janero steht. Manchmal ist es eine Maria, manchmal einfach nur eine Statue oder wie im Falle Lima ein Kreuz.)

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(Es ist ein wirklich sehr großes Kreuz – und wirklich nicht ganz einfach in seiner Gänze auf ein Bild zu bekommen.)

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(Wäre es nicht neblig, würde man jetzt hinter uns die weite Stadt sehen und am Horrizont das Meer – wirklich!)

Nach der Tour durch das überwiegend schmucke 8 Millionen Städtchen – war es soweit. Lange hatten wir es hinausgezögert, aber der Tag war gekommen: Wir beugten uns dem Peru-Reise-Gruppenzwang und orderteten in einem entsprechend ausgewiesenem Restaurant ein „Cuy“. Das heißt soviel wie Riesenmeerschweinchen und gilt als DIE landestypische Spezialität. Selbst sehr skeptisch beschränkten wir uns auf das Minimale an Fleisch und das Maximale an Beilagen, die im Prinzip aus Reis, Kartoffeln und KNOBLAUCH bestanden. Den Geschmack der Knolle einmal beiseitegelassen würde ich Cuy konsitenstechnisch zwischen Hühnchen und Calamari einstufen. Aber ich will ehrlich sein: Es war schon ein etwas sonderbares Gefühl und bedarf keiner Wiederholung. Zukünftig reichen auch einfach wieder die Beilagen. (Hinweis: Bitte ggf. folgendes Bild schnell überscrollen.)

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Gegen Abend brachen wir dann noch zu einer Pilgerreise in Richtung „Agua Parque“ auf. Als ich schon nicht mehr daran glaubte inmitten des Berufsverkehrs auf einen touristischen Hot Spot zu treffen, tat sich vor uns eine hochumzäunte Hecke inklusive Kassenhäuschen auf. Inzwischen war es auch schon dunkel geworden und so konnte das bunte Farbenspiel beginnen. (Großer Pluspunkt es gab auch Free WiFi  am Hauptbrunnen 🙂 ) Aber selbstredend haben wir uns auch an der multimedialen H2O-Kunst ergötzt:

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(Leider müssen wir das wunderbare Panflöten-Licht-Musik-Wasser-Video vorenthalten, da sich ein Premium-Video-Update als eher unverhältnismäßig erweisen täte – ich bitte an dieser Stelle um Verständnis.)

Ich verbleibe mit metropolischen Grüßen

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