Walaiki = Hallo, mir geht’s gut!

Liebe Heimat,

nachdem unser werter venezulanische Hostelmitbewohner mit seinem Turbo-Mixer dem Pc den Saft abgedreht hat, versuch ich hier eines Up-Date via Telefon!

Am besten ich beginne mit der Anreise. Nach unserem erlebnisreichen Trip zum Machu Picchu ging es im Nachtbus gleich weiter nach Puno am Titicaca See. Auf unseren Panoramaplätzen im ersten Stock hatten wir soviel Beinfreiheit, dass sich das peruanische Ehepaar nebenan eigens eine Tasche voll Decken zur Fußablage mitgebracht hatte – dachten wir zumindest. Tatsächlich wurden diese aber in einem ausgeklügelten System wie ein Concon um die Körper gewickelt und am Ende lagen zwei Deckenmumien in den Nachbar-Semi-Carmas (also Bussitzen mit Rückenlehne-Zurückklapp-Funktion). Spätestens als wir die Eisblumen an den FensterINNENseiten entdeckten, waren auch wir um unsere Schlafsäcke froh. Schließlich schraubten wir uns gerade auf dünne 3.810 Höhenmeter. An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei dieser wunderbaren Dame aus Juliaca bedanken, die uns beim Ausstieg freundlich daraufhingewiesen hat, dass wir noch NICHT in Puno seien!!!

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Gleich nach unseren tatsächlichen Ankunft in Puno haben wir uns sofort in den neuen Touren-Dschungel begeben. Resultat: ein Ausflug auf die schwimmenden Inseln, eine Fahrt ins bolivianische Cobacabana und der Nachtbus von dort ganz zurück nach Cusco wo Mittwoch morgen unser Flug nach Lima gehen sollte für 22 Euro pro Person.

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Der Ausflug auf die schwimmenden Inseln der Uros war einfach nur verrückt. Bis zu den Knöcheln im Stroh versinkend, wurde uns erklärt, dass wir gerade auf einer von Einheimischen selbstgebauten Insel aus Dreck und Stroh stehen, besagtes Gras als Futter für die Tiere, zu Dachdecken und auch als Menschenfutter genutzt wird. Mit unseren mitteleuropäischen Mägen durften wir aber nur ein mini mini Bisschen probieren.

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(Dieses Gefährt wird ungelogen von den Einheimischen „Mercedes Benz“ genannt.)

Und ja bei der Hausbesichtigung ist es schon wieder passiert… die sind aber auch flink diese kleinen Peruanerinnen!

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Der Grenzübergang nach Bolivien verlief problemlos – bisweilen wurde die offizielle Grenze bestehend aus drei orangen Verkehrshütchen von patenten Südamerikanern eigenhändig freigemacht. Natürlich unter dem wachen Auge der Policia!

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Im Prinzip fasst Cobacabana genau ein Wort zusammen: lässig! Als Hotspot für super alternative Backpacker gibt es dort vegetarisches Essen, wird Mülltrennung angeboten und Sonnenterrassen mit Liegestühlen zieren das Stadtbild.

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Auf der Isla del sol erwartete uns eine andere Welt – überall Esel und Schafe, kleine Häuschen, keine Straßen, keine Autos, kein Internet.

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Und wir wären nicht auf dem Inka-Pfad zur Ursprungsstätte unterwegs, wenn es nicht wieder jede Menge (steiler) TREPPEN gäbe.

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Nach einer geruhsamen Nacht in der sich ein Powernap um halb sieben außerplanmäßig bis zum nächsten Morgen erstreckte, weckte uns ein wunderschöner Sonnenaufgang mit Blick über den Titicaca See.

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Frisch gestärkt gings auf zur Wanderung vom Süden der Insel in den Norden. Da irgendjemand (Namen sind hier nicht von Bedeutung) den Geldbeutel inklusive aller Bolivianischer Gelder und bis dato erstandener Tickes für zukünftige Weiterreisen unwissentlich im Hostel zurückgelassen hatte verlängerten wir unsere Tour nicht ganz unwesentlich und kamen nach vier Stunden im rettenden Hafen an.

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Etwas kaputt von Höhenluft in Kombi mit körperlicher Anstrengung nutzten wir wie viele andere die zwei stündige Bootsfahrt in einer etwas größeren Nussschale zur Rast.

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Ich verbleibe mit bergerprobten Grüßen

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