To sacrifice animals

Liebe Heimat,

auf Grund der unfassbaren Fuelle an Eindruecken und Ereignissen der letzten Tage kann das Folgende nur ein kleiner Ausschnitt des Erlebten sein und ist als Kurzfassung zu verstehen! Zudem werden meinem ungebrochenem Dokumentationswillen durch den technischen Standard in unserer Unterkunft, die laut Maria uebersetzt „Die Jungfrau des Schnees“ heisst, fatale Grenzen gesetzt. Ich verweise hier besonders auf den Diskettenschlitz des neben mir stehenden Laufwerks!

Aber zurueck zum Wesentlichen. Nachdem wir in Cusco eine ausreichend umfassende Markstudie bezueglich der Touren-Angebote angestellt hatten, war schnell klar, dass es fuer uns NICHT im historischen Panoramazug auf dem direkten Weg zum Machu Picchu gehen wird, sondern wir mit 14 anderen Sparfuechsen im Mini-Bus zum Extrem-Serpentining durch die peruanische Bergwelt antreten werden. Doch Dank wunderbarsten Aussicht, den unbarmherzigsten Speedbumps der Welt und dem spritzig bis sehr proaktivem Fahrstil unseres namenlosen Busfahrers war es eine aeusserst kurzweilige Tour.

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Ausgesetzt inmitten des Dschungels folgten wir dann zielstrebig den Gleisen, um noch vor Einbruch der Dunkelheit in der Touristen-Auffangstation „Aguacaliente“ anzukommen.

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Am naechsten Morgen ging es ganz nach dem Motto „Der fruehe Vogel faengt den Wurm“ zum grossen Anstieg. Noch in der „Finstern“, aber bestens ausgestattet mit der fuer Peru viel zu teuren Taschenlampe (dreist wurde hier von unserer Notsituation profitiert), nahmen wir Stufe fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe… Als wir schon fast nicht mehr an ein Ankommen glaubten, erreichten wir endlich im Morgengrauen unseren froehlich winkenden, wenngleich etwas druckmachenden, Reisebegleiter am Eingangstor.

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Durch das flippige Frage-Antwort-Spiel unseres Guides, denn wir wahlweise Alex oder papito rico (Sexy Man) nennen sollten, genossen wir eine sehr lehrreiche Tour durch die alten indianischen Mauern im original peruanisch-englisch Slang. Allerdings bedurfte es einiger Anlaeufe bis auch dem Letztem klar wurde, dass „What is this in Europe?“ eigentlich heissen soll: „What is this in your opinion?“. Aber so haben wir gelernt, dass eigentlich nur der „Koenig“ Inka heisst und alle anderen Indianer des Stammes Quechua genannt wurden, es in den ganzen 200 Haeuser natuerlich nur im Inka-Domizil eine Toilette gab und sonst sehr viele Loecher gefunden wurden, die Tempel an ihrer perfekten Bauart zu erkennen sind und dort jeder Altar im Prinzip dazu diente Tiere zu Opfern, eigentlich alles auf Machu Picchu astronomisch angeordnet ist und es einige Monate dauert einen Stein im indianer Style zu spalten.

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Im voelligen Uebermut sind wir nach unserer Fuehrung und dem Stopp an sogenannten „Facebook-Foto-Point“ noch auf dem Pfad der Inkas zur „Porta de la sol“ (siehe oben: alles ist astronomisch) fuer den schoenen Blick von oben gewandert – allerdings vielmehr gekrochen als maschiert). Ich glaube ich kann nun definitiv behaupten zu wissen, wie sich der vielzitierte „Wadl Spreizer“ anfuehlt.

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MMit zittrigen Beinen ging es dann wieder Stufe fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe, fuer Stufe…  nach unten. Um das Erlebnis nicht vollkommen an uns vorbeiziehenzulassen, haben wir eine kleine Teilstrecke mit besagtem Zug zurueckgelegt (ach ja, habe ich schon erwaehnt, dass eine Fahrt von Cusco zum siebten Weltwunder EINFACH 140 Dollar kostet?!) um dann wieder am Sammelplatz in den Bus umzusteigen.

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Bei der Rueckfahrt hat sich dann nach der klaren Ansage des Busfahrers, dass Schuhe ausziehen im Bus verboten sei, das Geruchsprofil im Fahrzeuginnenraum auch schnell wieder auf Normalniveau gebessert. Dafuer brauste er dann aber auch zu den Beats von „Welcome to Miami bitch“ auf dem Schotterweg durch die peruanische Bergwelt (man beachte auch das Eimer-Sitz-Provisorium des Beifahrers, stillen Reisebegleiter und DJs)

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Ich verbleibe mit erschoepften aber reisegluecklichen Gruessen

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