Una noche típica

Liebe Heimat,

etwas zeitversetzt kommt nun „Der Anreisetag“ Teil 2.

Also zurück in den Handlungsverlauf… besagtem Frühtsück und heißer Dusche folgten das große Kennenlernen mit „meiner“ Gastfamilie und das Wiedersehen mit meiner Cousine Maria, die mich freundlicherweise hier eingeschleust hat und mir in den kommenden Tagen Land & Leute zeigen will, weshalb ich ihr  zu außerordentlichem Dank verpflichtet bin 😉 Quasi zum Warm-Werden mit Kultur und Kulinarik war unser erstes Ziel der Handwerker-Markt „Los Dominicos“ – Santiago-Rush-Hour inklusive. Als Zwischensnack auf die Hand gab es die typischen Empanadas gefüllt mit Hack und Zwiebel und einem halben Ei. Später ging es dann nach einem Power Nap in Richtung Zentrum zu einem typischen „chilenischen Abend“ – wie mir von den Beteiligten mehrfach beteuert wurde. Das heißt alle treffen sich igrendwann bei irgendjemandem zu Hause, fangen igrendwann zu grillen an, um dann irgendwann zu essen und im Anschluss irgendwann weiter um die Häuser zu ziehen. Dieser Prozess wird selbstredend begleitet vom Konsum von Bier und verschiedener Getränke u.a. mit klangvollen Namen wie „Piscola“.

Das Ende des Abends fand wir ihm Künstlerviertel Barrio Bellavista. Und da nachts bekanntlich ja alle Katzen grau sind, ist anbei ein schönes buntes Bild bei Tage aus den dortigen Straßen beigefügt.

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Für den authentischen Eindruck des Nachtlebens in Barrio Bellavista sind sich die kleinen Läden als eine nicht endenwollende Kette aus Bars und Kneipen vorzustellen. Dazu noch jede Menge lustiger Straßenmuskanten, einige Verrückte und erwachsene Männer mit Clownshüten. Im Prinzip sind alle betrunken – auch der Sandwichverkäufer! Schaschlik-Spieße werden auf dem mobilen „Einkaufswagen-Grill“ gegrillt und wir sind  in mindestens vier chilenischen Fotohandys verewigt.

In diesem Sinne verbleibe ich mit müden Grüßen

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Chicken or Pasta?!

Liebe Heimat,

nach dem etwas luftlöchrigen Landeanflug – der meinen Sitznachbarn spontan dazu verleitete noch einmal die Sicherheitsanweisungen für genauere Studien zu zücken – bin ich gut in Paris angekommen. Für die nächsten Stunden sollte dann das Areal zwischen Gate K39 und K49 mein zu Hause sein. Einzig die Futtersuche gestaltete sich etwas schwierig. Aber TUC sei DANK habe ich wohl genährt das Flugzeug Richtung Santiago betreten 🙂 Dort fand ich meinen Platz  in einem bunten Männerhaufen aus Deutschen, Niederländern und Polen – alle samt Profi-Fischer auf hoher See, wie ich vom Rudelführer Gabor (wie die Schuhe) weiß! Noch nicht einmal auf dem Rollfeld wurden bereits erste Rufe nach Wein und Bier laut – allerdings verzögerte ich der Abflug, da die Airline den wohl altersschwächsten Gast, der je ein Flugzeug betreten hat, taktisch äußerst ungünstig in die drittletzte Reihe des Riesenvogels platziert hatte.

Réservé

Abgelenkt durch ganz passables Essen, Filme und Black Jack vergingen die Stunden (Achtung schlechter Wortwitz) fast wie im Flug. In Chile wurde ich empfangen wie die Stars auf dem roten Teppich – nur das mir statt Blitzlichtgewitter ein Schilderwald aus Willkommensplakten und Taxiangeboten entgegenschlug. Mit einem netten Lächeln und stumpf wiederholtem „No. Merc…Gracias“ habe ich mich zum eigentlichen Transfer durchgekämpft. Der glücklicherweise das Bild von meinem Ticket auf dem Handy als vollwertig akzeptierte. In der Wohnung angekommen habe ich gerade ein vorzügliches zweites Frühstück genossen mit frisch gemachter Guacamole und weitem Blick über das herbstliche Santiago!

Ich verbleibe mit freudigen Grüßen und gehe jetzt duschen 🙂

Lasset die Spiele beginnen!

Liebe Heimat,

wenn du das liest, befinde ich mich gerade auf dem Weg zum Flughafen. Dank moderner Technik ist es mir möglich mich mitzuteilen, wenn ich Zeit habe und es kundzutun, wenn die richtige Zeit dafür ist. Man könnte es kurz und knapp auch Beitrag via Zeitschaltuhr nennen.

In den nächsten 26 Tagen (heute eingeschlossen) gelobe ich mich stets zu bemühen kleine Eindrücke der Reise niederzuschreiben und mit einem erlesenen Kreis vertrauter Menschen zu teilen.

Ich verbleibe mit gespannten Grüßen!